Joachim Meyerhoff – Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

meyerhoff2Das Gefühl, inmitten von lauter “Irren” aufgewachsen zu sein, mag zwar so mancher haben. So konkret wie Joachim Meyerhoff kann es aber kaum einer beweisen: er hat seine Kindheit in einer großen psychiatrischen Anstalt verbracht, der sein Vater als Direktor vorstand.

Ihr Haus ist mitten im Anstaltsgelände, und nachts hört er die Schreie der Patienten – für ihn das beste Mittel, um einschlafen zu können. Weiterlesen

Marion Poschmann – Die Sonnenposition

poschmannBröckelnde Sonnen, leuchtende Mäuse, verwischte Fotografien von vielleicht vorbeifahrenden Fahrzeugprototypen, Erlkönige genannt… schon die ersten Szenen lassen ahnen, dass es sich beim Personal dieses Romans nicht um Durchschnittsbürger handelt.

Meine erste Überraschung erlebte ich schon recht früh – als ich feststellen musste, dass die ganzen lyrischen Passagen, die mich eben eingestimmt hatten auf das Leben in einem verfallenden Schloss, das nun eine Psychiatrie beherbergt, nicht von einer Frauenstimme stammen. Gut, der Ich-Erzähler dieser Passagen stellt sich dann auch als sehr schwammiger, ja – konturloser Mann heraus. In gewisser Weise ist es also durchaus stimmig, ihn so gefühlt weiblich sprechen zu lassen. Schon sein Name hätte für mich durchaus auch ein Frauenname sein können – Altfried Janich. Weiterlesen