Pippi Langstrumpf – Nein Danke.

pippiIch bin, wie vermutlich die meisten Kinder zu meiner Zeit, mit Astrid Lindgren aufgewachsen. Oder besser gesagt: mit Pippi Langstrumpf. Und Michel von Lönneberga. Karlsson vom Dach. Und damit … hört es bei mir auch schon wieder auf. Falls ich als Kind die anderen Bücher doch auch gelesen haben sollte, so kann ich mich auf jeden Fall nicht mehr daran erinnern.

Aber macht ja nichts. Pippi Langstrumpf alleine genügt doch schon. Das ist doch etwas, worauf man sich dann durchaus auch freut, wenn man selbst Kinder hat – ihnen dieses Buch vorzulesen.

Und da kam dann schon die nächste Enttäuschung. Es hat mir keinen Spaß gemacht. Weiterlesen

Gunilla Bergström – Willi Wiberg kommt in die Schule

williFür meinen Sohn wird es in diesem Herbst ernst. Er kommt in die Schule – und damit verbunden sind die gemischten Gefühle: Vorfreude, aber auch Angst, vor den vielen neuen Kindern, der Lehrerin. Werde ich Freunde finden? Wie ist es dort überhaupt?

Wir sind eine buchaffine Familie (wer hätte das gedacht, bei diesem Blog…). Natürlich gibt es zum Thema “Schulanfang” bei uns jede Menge Bücher, die zum Teil schon lange hier vorhanden sind. Wenn man sich diverse Sammlungen anguckt, dann ist gerne die Geschichte von Pippi Langstrumpf in der Schule mit dabei… oder “meine Freundin” Conni und ihr erster Schultag. Das ist auch (meistens) ganz nett, was man da zu lesen bekommt. Allerdings habe ich festgestellt, dass meine Söhne Pippi Langstrumpf bei weitem nicht so gerne hören wie die anderen Geschichten von Astrid Lindgren (Bullerbü vor allem) – und Conni und Max sind zwar immer mal wieder nett, aber wenn sie dann aus ihrem Regal auswählen, was ich vorlesen soll, steht er hier immer wieder ganz vorne mit dabei:

Willi Wiberg.

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Christine Nöstlinger – Fußballgeschichten vom Franz

Noestlinger+Fussballgeschichten-vom-FranzChristine Nöstlinger kenne ich schon aus meiner eigenen Kindheit. Meine erste Begegnung hatte ich mit dem Dschi Dschei Wischer, der morgens im Radio seinen Auftritt hatte – der Gurkenkönig, Konrad aus der Konservenbüchse, sie alle kamen hinterher. Den Franz allerdings habe ich dann erst ein paar Jahre später kennen gelernt, als ich dem kleinen Nachbarsmädchen manchmal vorgelesen habe – und diese Liebe ist mir geblieben.

Sie kennen den Franz noch nicht? Der Franz ist ein  Wiener Junge, recht klein für sein Alter, mit einem blonden Lockenkopf, einer Stupsnase und strahlend blauen Augen, der aufgrund seines Aussehens zu seinem Ärger oft für ein Mädchen gehalten wird. Dass er immer dann, wenn er sich ärgert, eine hohe piepsige Stimme bekommt, hilft da natürlich nicht unbedingt…

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Sven Nordquist – Pettersson und Findus

pettersson-weihnachtsbesuchMeiner Meinung nach gehört die Reihe um den alten Pettersson und seinen Kater Findus zu den Bilderbüchern, die wirklich in keinem Kinderbuchregal fehlen sollten. Sie sind wunderbar gezeichnet, mit vielen witzigen Details, und eine liebevolle Zugewandtheit zwischen Pettersson und Findus wird beim Lesen für alle spürbar.

Dabei ist es eigentlich egal, zu welchem Band aus der Reihe man zuerst greift. Ja, wenn man genau wissen will, wie es eigentlich anfing, sollte man vielleicht “Wie Findus zu Pettersson kam” als Erstes wählen – meiner Erfahrung nach ist es den Kindern jedoch völlig egal, diese Information erst sehr viel später (oder nie) zu erhalten. Weiterlesen

Edith Schreiber-Wicke und Carola Holland – Als die bunten Raben kamen

RabenIn diesem Band sind drei Geschichten von den Raben enthalten – am meisten vorgelesen wird bei uns die erste Geschichte, “Als die Raben noch bunt waren”.

Darin wird die Geschichte erzählt, wie einst die Raben in den buntesten Farben des Regenbogens herumflogen. Blau, grün, gelb, getupft, gestreift – es war eine wahre Farbenpracht.

Doch wie es oft so ist: Plötzlich kam die Frage auf, welche Farbe denn nun eigentlich die “echten”, die wirklichen Raben hätten. Und unter den Raben entsprang ein großer Farbenstreit. Weiterlesen

René Goscinny & Jean-Jacques Sempé – Der kleine Nick (Histoires inédites du Petit Nicolas)

nickHier ist eine der wenigen Gelegenheiten für mich, meine Eindrücke vor und nach den Kindern zu vergleichen. 2005 habe ich über diese Erzählungen eine Rezension verfasst; heute kann ich zumindest beurteilen, wie sie auf meine Kinder (3 und 5 Jahre) wirken. Und eines kann ich gleich vorweg sagen: die 40 Jahre, die diese Geschichten schon alt sind, tun ihrer Faszination keinen Abbruch. Mein Kleiner hört zwar auch mal gerne zu, versteht aber noch nicht so viel wie der Fünfjährige, der sich wirklich kringelig lacht, wenn er den Geschichten lauscht. Die, das sei noch erwähnt, von Rufus Beck auch wirklich genial vorgelesen werden. In diesem Punkt hat meine Meinung sich massiv geändert – damals fand ich seine Vortragsart völlig unpassend ;-) Weiterlesen

Kirsten Boie – Der kleine Ritter Trenk

boietrenkVor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem Vorlesebuch für einen kleinen ritterbegeisterten Fünfjährigen (meinen Sohn) – mein Wunsch war, dass darin auch die “ritterlichen Tugenden” ein wenig zur Sprache kämen. Weiterlesen

Isabel Allende – Die Stadt der wilden Götter (La ciudad de las bestias)

allendeamazonasWer “Die Stadt der wilden Götter” kaufen oder lesen will, weil er ein typisches Allende-Buch erwartet, sollte sich über eines im Klaren sein: dieses Buch ist ein Kinderbuch. Es ist keine Familiensaga, beinhaltet nichts, was man normalerweise in einem Allende-Roman findet, es ist eine Abenteuergeschichte, und, ich wiederhole mich, ein Buch für Kinder beziehungsweise Jugendliche. Was natürlich nicht ausschließt, dass man auch als Erwachsener daran seinen Spaß haben kann. Entsprechend soll hier auch darauf hingewiesen werden, dass das Buch zeitgleich in zwei verschiedenen, unterschiedlich teuren Ausgaben erscheint: Einmal als qualitativ höherwertige gebundene Suhrkamp-Ausgabe, einmal ebenfalls gebunden, aber für Kinder aufbereitet bei Hanser.

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