Deutscher Buchpreis 2013 geht an Terézia Mora

ungeheuerEs ist angesichts der diesjährigen Shortlist sicher literarisch nicht die schlechteste Wahl – dass ich das Buch nicht mochte, ist dabei irrelevant.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit den Gewinnertiteln nicht wirklich glücklich werde. Und es spielt auch eigentlich keine Rolle ;-) Ich freue mich dennoch darüber, dass nach dem unglücklichen Start (wer kann sich denn noch daran erinnern, dass ganz zu Beginn noch nicht mal unbedingt deutschsprachige Bücher gelistet waren? Damals war es eher eine Art Corinne…) der Preis mittlerweile eine echte Relevanz entwickelt hat. Ich für meinen Teil kann jedenfalls ganz konkret sagen, dass sich der Anteil deutschsprachiger Literatur in meiner Leseliste con etwa 15/20 % auf gut 60 % erhöht hat. Weiterlesen

Kathrin Schmidt – Du stirbst nicht

schmidtMit Mitte vierzig platzt bei der Schriftstellerin Helene Wesendahl ein Aneurysma im Gehirn. Eine massive Blutung ist die Folge, die sie nur mit viel Glück überlebt. Wie nach einem schweren Schlaganfall ist erstmal nicht absehbar, ob und wie weit sie sich jemals wieder erholen wird.

Als Leser erlebt man die ersten Tage, nachdem sie langsam wieder zu sich kommt, hautnah mit. Sie weiß nicht, wo und wer sie ist, was davor passiert ist. Sie ist immer nur kurz bei Bewusstsein, sie driftet immer wieder ab, nimmt nur Bruchteile wahr, merkt auch, dass ihr die Möglichkeit fehlt, sich zu artikulieren. Weiterlesen