Späte Gedanken zu Americanah…

blogsIch hatte dieses Buch ja für meine Leserunde gelesen… hier ein paar Eindrücke davon:

Aber vielleicht erst in Kürze – wie kam das Buch an? Wir hatten es alle gelesen, es las sich ja so weg – las sich gut weg, muss man auch dazu sagen. Aber wir waren uns denke ich auch recht einig, dass es sich bei dem Roman nicht unbedingt um “große Literatur” handelt. Was daran fesselt, ist einerseits der für uns Europäer der exotische Schauplatz Nigeria, aber auch die Frage nach der Identität, die sich (auch) an der Hautfarbe festmacht.

Vor allem die Beziehungsgeschichten in diesem Roman haben uns nicht begeistert. Schon zu Beginn ist ja klar, dass es Blaine gibt, und Obinze – als sie dann zwischendurch mit Carl zusammen kam, gab es durchaus Stöhnen, dass man jetzt noch eine Beziehungsgeschichte ertragen müsse…

Uns waren die Figuren an sich zu schematisch, aber in den Einzelszenen, den Beschreibungen, waren viele Momente zu finden, die glaube ich jeden für uns an der einen oder anderen Stelle fasziniert, berührt, auf jeden Fall aber interessiert haben.

Da wir ja gerade erst auch einen anderen Autor gelesen haben, der aus Nigeria stammt und in New York lebt, Teju Cole, lag es nahe, die Romane zu vergleichen. Auch in diesem Buch ist die Frage nach der Identität vorhanden, der Wahrnehmung durch Äußere, die Verbrüderung aufgrund der Hautfarbe. Aber dennoch könnten die Bücher unterschiedlicher nicht sein – das eine ein intellektuelles Flanieren, auf der anderen Seite der große Gefühlsroman vor exotischer Kulisse.

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