Botho Strauß – Paare, Passanten

 

paareBotho Strauß ist ein guter Beobachter; Kleinigkeiten sind es, die er hier beschreibt, ein Paar beim Essen, Begegnungen, Blicke, Schweigen, Körpersprache – und das alles in einer wunderbaren Sprache. 

Und dennoch – mir fehlt das narrative Element, eine Beobachtung reiht sich an die nächste, die nächste, die nächste, die nächste… 

Für mich zu wenig, trotz der beschriebenen Pluspunkte

Botho Strauß – Die Unbeholfenen

unbeIn einem Haus in einem Gewerbezentrum findet sich eine seltsame Gesellschaft zusammen: Florian Lackner, der Erzähler, besucht zum ersten Mal seine neue Freundin Nadja, die hier mit ihrem verkrüppelten Bruder und Zwillingsschwestern lebt. Die Eltern haben sie längst aus ihrem Leben verbannt, sie wollen eine neue Form der Familie, der Gesellschaft leben.

Mit von der Partie ist an diesem Abend auch ein Romero, ein ehemaliger Liebhaber Nadjas, dessen Frau gerade in den Wehen liegt. 

Florian (und mit ihm der Leser) weiß lange nicht, wie er diese Gesellschaft und ihre seltsamen Gespräche einordnen soll – Unverschämtheiten, persönliche Beleidigungen verpuffen wirkungslos, als wäre das Gesagte nur für den Moment gesprochen. 
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