Terézia Mora – Das Ungeheuer

ungeheuerDarius Kopp und seine Frau Flora sind dem geneigten Leser ja schon aus “Der einzige Mann auf dem Kontinent” bekannt. Und ehrlich gesagt: als ich dieses Buch damals beendet hatte, war ich sehr froh, dass meine Zeit mit den beiden nach fast 400 Seiten dann vorbei war. Im Gegensatz zu den Rezensenten der großen Zeitungen sind die beiden mir nämlich nicht ans Herz gewachsen – so dass ich, als ich las, “Das Ungeheuer” wäre ein Fortsetzung, auch sicher war, dieses Buch nicht zu lesen.

Aber dann landete es auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis. Und wieder las ich die Kritiken der Tageszeitungen, die das Buch durch die Bank in den Himmel loben. “Unvergesslich” wäre das Personal dieses Romans, schwärmt Rainer Moritz in der NZZ. “Feinsinnig und bewegend” schreibt Karl-Markus Gauß. “Tiefer ist Terézia Mora noch nie in die Abgründe hinabgestiegen, um die Bodenlosigkeiten heutigen Lebens auszuloten” schreibt Sigrid Löffler. Konnte ich da noch länger an dem Buch vorbeigehen? Nein. Kam ich zum selben Urteil wie die Kritiker? Nein. Weiterlesen