Urs Widmer – Das Buch des Vaters

widmervaterIn “Der Geliebte der Mutter” hatte Urs Widmer bereits einen Teil der Geschichte seiner Eltern verarbeitet; “Das Buch des Vaters” erzählt nun den fehlenden Teil, der allerdings nur wenige Überschneidungen aufweist.

Es ist ein völlig anderer Stil, eine komplett andere Sichtweise; nur wenige Episoden kommen in beiden Büchern vor, und als Leser empfand ich das als sehr spannend. Dabei ist es keinesfalls so, dass man dieses zweite Buch nur mit Kenntnis des ersten verstehen und genießen kann – es sind völlig voneinander losgelöste Bücher, von denen mir die Vater-Geschichte auch deutlich besser gefällt. Weiterlesen

Isabel Allende – Die Stadt der wilden Götter (La ciudad de las bestias)

allendeamazonasWer “Die Stadt der wilden Götter” kaufen oder lesen will, weil er ein typisches Allende-Buch erwartet, sollte sich über eines im Klaren sein: dieses Buch ist ein Kinderbuch. Es ist keine Familiensaga, beinhaltet nichts, was man normalerweise in einem Allende-Roman findet, es ist eine Abenteuergeschichte, und, ich wiederhole mich, ein Buch für Kinder beziehungsweise Jugendliche. Was natürlich nicht ausschließt, dass man auch als Erwachsener daran seinen Spaß haben kann. Entsprechend soll hier auch darauf hingewiesen werden, dass das Buch zeitgleich in zwei verschiedenen, unterschiedlich teuren Ausgaben erscheint: Einmal als qualitativ höherwertige gebundene Suhrkamp-Ausgabe, einmal ebenfalls gebunden, aber für Kinder aufbereitet bei Hanser.

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