Ritter Rost – löst bei uns ambivalente Gefühle aus

ritterrostAls ich auf der Suche nach ansprechenden Rittergeschichten für meinen fünfjährigen Sohn war, wurde mir auch die Reihe um “Ritter Rost” empfohlen.

Und weil in der Bibliothek zumindest eines der Hörbücher gerade vorrätig war (das hier abgebildete “Jäger des verlorenen Geschirrs) haben wir einen ersten Versuch gestartet.

Mein erster Eindruck war: soviel geballter Nonsense, das halte ich nicht lange aus.

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Luc Bannalec – Bretonische Brandung. Kommissar Dupins zweiter Fall

bannalecDrei Leichen sind am Strand einer kleinen Inselkette gefunden worden, und Kommissar Dupin muss schon vor dem dritten Kaffee (oh, sorry – hier im Buch hießt der natürlich “Café”) zur Arbeit aufbrechen, noch dazu in einem Boot  und es gibt wenig, was er noch mehr hasst als Boote.

Dann steht er mit seinen Männern erstmal da, am Strand. Betrachtet die Leichen, lässt seine Männer Ermittlungsarbeit machen. Was er derweilen macht? Natürlich – erstmal mit seiner unersetzlichen Assistentin Nolwen telefonieren, die wie immer sämtliche regionalen Eigenheiten, die für die Ermittlung vielleicht relevant werden könnten, beisteuert. Und Dupin außerdem den Präfekten vom Leib hält, denn – wie sollte es auch anders sein! – dieser hat ein dringliches Interesse daran, den Fall so rasch als möglich zu klären. Und will informiert werden. Immer. Und sofort.

Aber was macht Dupin? Der geht erstmal essen. Schließlich gibt es hier auf der Insel den besten Hummer, den man sich überhaupt nur vorstellen kann Weiterlesen

Terézia Mora – Das Ungeheuer

ungeheuerDarius Kopp und seine Frau Flora sind dem geneigten Leser ja schon aus “Der einzige Mann auf dem Kontinent” bekannt. Und ehrlich gesagt: als ich dieses Buch damals beendet hatte, war ich sehr froh, dass meine Zeit mit den beiden nach fast 400 Seiten dann vorbei war. Im Gegensatz zu den Rezensenten der großen Zeitungen sind die beiden mir nämlich nicht ans Herz gewachsen – so dass ich, als ich las, “Das Ungeheuer” wäre ein Fortsetzung, auch sicher war, dieses Buch nicht zu lesen.

Aber dann landete es auf der Shortlist für den deutschen Buchpreis. Und wieder las ich die Kritiken der Tageszeitungen, die das Buch durch die Bank in den Himmel loben. “Unvergesslich” wäre das Personal dieses Romans, schwärmt Rainer Moritz in der NZZ. “Feinsinnig und bewegend” schreibt Karl-Markus Gauß. “Tiefer ist Terézia Mora noch nie in die Abgründe hinabgestiegen, um die Bodenlosigkeiten heutigen Lebens auszuloten” schreibt Sigrid Löffler. Konnte ich da noch länger an dem Buch vorbeigehen? Nein. Kam ich zum selben Urteil wie die Kritiker? Nein. Weiterlesen

Elizabeth George – Careless in Red / Doch die Sünde ist scharlachrot. Inspector Lynley 15

george_CarelessNach dem Tod seiner schwangeren Frau Helen hatte Thomas Lynley beschlossen, New Scotland Yard zu verlassen. Nach einem für alle Seiten anstrengenden Versuch, sich um das Familienanwesen zu kümmern, war Lynley dann aufgebrochen – ohne Geld, ohne Ausweis, nur mit dem Nötigsten versehen wanderte er nun schon sechs Wochen lang auf dem Küstenpfad in Cornwall und betrauerte seine Lieben. Ein Fehltritt nur, ein Sturz, und all das könnte ein Ende haben – doch noch ist er nicht so weit. Und als er dann statt dessen am Grund der Klippen einen anderen leblosen Körper sieht, kann er nicht einfach weitergehen als wäre nichts geschehen.

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