Fußball, Sommer, Sonne, und ein paar Bücher

floHallo zusammen,

da ich in einem Haushalt mit drei (zT kleinen) Männern lebe, gibt es bei uns im Moment vorwiegend ein Thema: Eis. Wer schon eins hatte, wer noch eins kriegt… ne, Quatsch. Natürlich geht es nur um das runde Leder.

Aber nachdem ich nun nach meinem kleinen Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause bin, hat mein Lesekonsum doch deutlich nachgelassen. Aber noch schlimmer hat es die Schreiblust getroffen – die war plötzlich wieder weg, nachdem ich vom Krankenbett aus so konsequent über meine Lektüre berichtet hatte.

Im Eilverfahren werde ich jetzt aber mal kurz umreißen, welche Bücher ich überhaupt seitdem (an)gelesen habe: Weiterlesen

Binge-Watching: Literatursendungen / Lewitscharoff

literatursendungenIch sehe kaum fern. Also zumindest kaum dann, wenn etwas gerade ausgestrahlt wird. Dank Festplattenrekordert wird alles aufgezeichnet, und wenn ich dann mal Lust habe, auch angesehen. Das kann dann dazu führen, dass ich, wie an diesem Wochenende, mal so richtig aus dem vollen schöpfe und sämtliche Hausarbeit nur mit Literatursendungen verbracht werden.

Da im Schweizer Literaturclub (aktuell in meinen Augen die beste Literatursendung im TV) in der Ausgabe vom 22. April das neue Buch von Sibylle Lewitscharoff “Killmousky” besprochen wurde und ich schon nach ihrer Dresdner Rede knapp davor war, hier darüber zu schreiben, war ich sehr gespannt, wie die illustre Kritikerrunde darauf reagiert. Weiterlesen

Christian Kracht – Imperium. Lese- und Lesegruppeneindrücke

2014-05-15 21.00.10Berge an Chips und Rotwein waren nötig, um über dieses Buch von Christian Kracht zu streiten, das auch in unserem kleinen Kreis einen erregten Austausch hervorrief.

Worum es bei Kracht geht, ist ja hinreichend bekannt. Ein junger Mann, den es tatsächlich gab, namens August Engelhardt, sucht sein Heil in der Kokosnuss. Da gleich zu Beginn eine Anspielung auf “einen anderen Vegetarier, der besser bei seinen künstlerischen Ambitionen geblieben wäre” gemacht wurde, gab es einen schönen Aufhänger, um Kracht in die rechte Ecke zu stellen (Link zum Spiegel-Artikel). Weiterlesen

Von Bestsellerlisten und Lesekreisen. Und dazu: Buchcover.

privatwegSeit etwas über 15 Jahren gehöre ich zwei Lesekreisen an. Wie die damals entstanden sind, habe ich ja schon mal erzählt – ich hatte eine Anzeige in die Stadtzeitung gesetzt, um Gleichgesinnte zu finden, und gehofft, es würden sich vielleicht 3 oder 4 Interessierte finden. Ich habe damals über 30 Mails erhalten, deswegen sind gleich zwei Lesekreise daraus geworden, die sich mit der einen oder anderen Veränderung jetzt eben schon eine ganze Weile sehr regelmäßig treffen. Mit ein Effekt solcher Lesekreise ist es, dass man immer wieder Bücher liest, die man selbst nicht gewählt hätte. Das kann sehr bereichernd sein, weil man eben über den Tellerrand hinausliest. Aber auch ermüdend und nervend, wenn man sich durch die Bücher immer wieder durchquält. An sich bin ich ein sehr pflichtbewusstes Lesegruppenmitglied. Auch wenn ich, seit die Kinder da sind, nicht mehr so regelmäßig kommen kann, weil es eben immer wieder auch an einem Babysitter mangelt, die allermeisten Bücher habe ich trotzdem gelesen. Nur in letzter Zeit, mit meiner Leseunlust, ist das keine gute Kombination. Ich streite mich ja nach wie vor gerne über Bücher, aber ich mag nicht immer die sein, der alles nicht gefällt. Oder die, im schlimmsten Fall, so wie jetzt, das Buch gar nicht gelesen hat… Was macht ihr anderen Lesekreiserfahrenen denn in so einer Situation? Länger aussetzen? Trotzdem kommen? Weiterlesen

Frühlingsgrüße aus dem (Lese)Winterschlaf!

FruehlingLiebe Leselust-BesucherInnen,

schön, wenn trotz der langen Zeit, in der ich mich jetzt nicht gemeldet habe, immer noch jemand von euch hier mitliest! Herzlichen Dank dafür! Dann will ich doch mal wieder ein wenig erzählen, was in meinem (Lese)Leben gerade so vor sich geht.

Um es kurz zu machen: ich kann mich immer noch nicht so recht auf Bücher einlassen, mit denen ich auch eine gewisse Erwartungshaltung verbinde.

Und daher habe ich nun wieder angefangen, Klassiker zu lesen. Wie meine liebe Freundin Claudia einmal sagte: Jane Austen geht immer. So ist es. Nur: irgendwann hat man auch alle Bücher von Jane Austen zum wiederholten Mal durch. Auf der Suche nach weiterem Stoff bin ich wieder bei Elizabeth Gaskell gelandet, von der ich vor einigen Jahren “Mr. Harrissons Bekenntnisse” gelesen hatte. Das macht mir wieder Spaß, auch wenn die Geschichten (ich bin derzeit bei den Erzählungen, die ja bei ihr auch eine ganz ordentliche Länge haben) schon oft recht einfach gestrickt und durchschaubar sind. Nur leider ist nicht viel davon auf Deutsch erhältlich… und es könnte sein, dass ich mich über diesen Umstand an dieser Stelle zu einem anderen Zeitpunkt nochmal äußern werde.

Und außerdem stöbere ich mich auch in großem Ausmaß durch die Bücher von Autoren, die nicht von einem Verlag veröffentlicht werden, also die Selfpublisher. Es ist ja recht praktisch, dass es da bei den englischen Titeln immer wieder die Einführungspreise von € 0,- gibt, da probiert man schon mal ein paar Sachen aus, zu denen man sonst vielleicht gar nicht gegriffen hätte.

Davon haben mir jetzt aktuell “The Game” von Terry Schott und “Hushabye” von Celia Grace ganz gut gefallen, beides erste Bücher in einer Reihe, die ich vermutlich fortsetzen werde.

schottgame“The Game” ist eine Art SciFi, eine Mischung aus “Matrix”, “Panem” und so weiter, bei der die Erde, wie wir sie kennen, nur eine Computersimulation ist. Die Kinder und Jugendlichen eines anderen Planeten besuchen keine Schulen, sondern werden hier eingeloggt und durchleben Erdenleben, und je nachdem, wie gut sie das machen, steigen sie im Ranking. Daraus ergeben sich dann ganz logische Antworten zu manchen Aspekten; klar, Seelenwanderung ist eine davon, aber es wird auch das Geheimnis der Selbstgespräche gelüftet. Wer mal was anderes lesen möchte – das Buch gibt es derzeit noch kostenlos als Ebook.

hushabyeDie Krimireihe, die mir Spaß gemacht hat, handelt von der jungen Ermittlerein Kate Redman, die gleich bei ihrem ersten Job an der neuen Dienststelle mit einer alten Wunde in ihrem eigenen Leben konfrontiert wird.
Der Krimi ist mit etwa 150 Seiten relativ kurz, aber dafür wird man auch nicht mit blutigen Details gefoltert, sondern darf sehr geradeheraus den Ermittlungen eines sympathischen Ermittlergespanns folgen. Die Geschichte ist in sich stimmig, die Charaktere haben mich interessiert – da können so manche “gedruckten” Bücher nicht ganz das Wasser reichen. Auch dieser Titel ist gerade kostenlos

Ich hoffe, dass mich die richtige Leselust bald wieder umtreibt – aber bis dahin hoffe ich, dass ihr auch Spaß habt an so kleinen Plauereien zwischendurch. Ich freue mich schon, wieder von euch zu lesen!

Philip Roth erhält den Literaturnobelpreis 2013!

nobelpreisDiese Nachricht wird in jedem Jahr mit Spannung erwartet, Wetten werden abgeschlossen (auch in diesem Jahr lag dabei Haruki Murakami weit vorne) – und dann kommt der große Moment.

Lieber Leser dieses Blogs, vor allem, wenn Sie jetzt zufällig und durch die Überschrift hierhergelockt wurden, weil auch Sie diese Nachricht gerne gelesen hätten… ich bitte vielmals um Verziehung. Denn es ist mein Wunschdenken, das sich in dieser einen Zeile manifestiert hat. Ich wollte diese Überschrift so gerne lesen, dass ich sie, mangels Realität, eben selbst schreiben musste… Weiterlesen

Deutscher Buchpreis 2013 geht an Terézia Mora

ungeheuerEs ist angesichts der diesjährigen Shortlist sicher literarisch nicht die schlechteste Wahl – dass ich das Buch nicht mochte, ist dabei irrelevant.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit den Gewinnertiteln nicht wirklich glücklich werde. Und es spielt auch eigentlich keine Rolle ;-) Ich freue mich dennoch darüber, dass nach dem unglücklichen Start (wer kann sich denn noch daran erinnern, dass ganz zu Beginn noch nicht mal unbedingt deutschsprachige Bücher gelistet waren? Damals war es eher eine Art Corinne…) der Preis mittlerweile eine echte Relevanz entwickelt hat. Ich für meinen Teil kann jedenfalls ganz konkret sagen, dass sich der Anteil deutschsprachiger Literatur in meiner Leseliste con etwa 15/20 % auf gut 60 % erhöht hat. Weiterlesen

Deutscher Buchpreis 2013 kann leider nicht vergeben werden

shortlist… also zumindest, wenn man meine ganz subjektiven Leseerfahrungen mit den Shortlisttiteln zu Grunde legen würde.

Womit ich nicht sagen will, dass keiner der Titel preiswürdig sei. Oder alle gelisteten Titel von minderwertiger Qualität. Das trifft alles nicht zu. Ich habe fünf der Shortlisttitel gelesen, Herrn Jirgl habe ich von vornherein ausgespart, weil klar war: er und ich, das geht nicht zusammen. Weiterlesen

Liest du noch oder lebst du schon?

liestlebstVor kurzem traf ich einen Menschen aus meiner Vergangenheit wieder (und auch das nur virtuell), den ich in zuletzt vor fast 20 Jahren gesehen bzw. gesprochen habe. Das erste, was ihm zu mir einfiel, war “Liest du eigentlich immer noch so viel?” Weiterlesen

Skoobe-Neuzugänge KW 39

skoobe-kw39Auch in dieser Woche ist meine Merkliste* mit ein paar neuen Titeln weiter angewachsen. 62 neue Bücher verzeichnet Skoobe diese Woche, davon habe ich für mich herausgepickt:

  • Gavron, Assaf  – Auf fremdem Land
  • Wagner, David – Mauer Park
  • Keyserling, Eduard  – Beate und Mareile
  • Prévost, Abbé – Manon Lescaut
  • Shpancer, Noam – Der glücklose Therapeut
  • O´Farrell, Maggie – Der Sommer, als der Regen ausblieb

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