Patrick Modiano – Im Café der verlorenen Jugend (Dans le café de la jeunesse perdue)

modianoEs gab nur wenige Passagen in diesem (ohnehin recht dünnen) Bändchen des aktuellen Literaturnobelpreisträgers, bei denen ich das Gefühl hatte, nicht nur irgendwelche mehr oder weniger zusammenhängende Worte zu lesen, ohne daraus wirklich etwas entnehmen zu können.

Es geht um eine junge Frau, die aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird; getroffen hat man sich in einem Cafe, sie war Stammgast, jeder kannte sie – und doch auch wieder nicht.

Der kurze Teil, in dem ihre Kindheit und Jugend am Montparnasse erzählt wird haben mich dabei noch am ehesten interessiert.

Ich weiß nicht, woran es lag – dass ich diese Zeit nicht miterlebt habe, dass ich Paris so gut wie gar nicht kenne, dass mir diese Art des Lebens so völlig fremd ist – jedenfalls fand ich von Anfang an keinen Zugang. Ein gewisses Unverständnis bleibt mir daher auch, wofür konkret der Literaturnobelpreis bei diesem Autor denn nun verliehen wurde – aber dieses Rätsel werden wir wohl ohnehin nie lösen können. Da wäre mir ja beinahe noch Murakami als Preisträger lieber gewesen…

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