Gunilla Bergström – Willi Wiberg kommt in die Schule

williFür meinen Sohn wird es in diesem Herbst ernst. Er kommt in die Schule – und damit verbunden sind die gemischten Gefühle: Vorfreude, aber auch Angst, vor den vielen neuen Kindern, der Lehrerin. Werde ich Freunde finden? Wie ist es dort überhaupt?

Wir sind eine buchaffine Familie (wer hätte das gedacht, bei diesem Blog…). Natürlich gibt es zum Thema “Schulanfang” bei uns jede Menge Bücher, die zum Teil schon lange hier vorhanden sind. Wenn man sich diverse Sammlungen anguckt, dann ist gerne die Geschichte von Pippi Langstrumpf in der Schule mit dabei… oder “meine Freundin” Conni und ihr erster Schultag. Das ist auch (meistens) ganz nett, was man da zu lesen bekommt. Allerdings habe ich festgestellt, dass meine Söhne Pippi Langstrumpf bei weitem nicht so gerne hören wie die anderen Geschichten von Astrid Lindgren (Bullerbü vor allem) – und Conni und Max sind zwar immer mal wieder nett, aber wenn sie dann aus ihrem Regal auswählen, was ich vorlesen soll, steht er hier immer wieder ganz vorne mit dabei:

Willi Wiberg.

Willi Wiberg ist ein kleiner Junge der bei seinem (alleinerziehenden) Papa aufwächst. Er macht, was Jungs eben so machen, er spielt gerne, denkt manchmal nach, ist traurig, weil er gehänselt wird, nur weil sein bester Freund ein Mädchen ist, was er nicht versteht… und so weiter. Und dieser Willi kommt irgendwann eben auch in die Schule.

Sein Papa macht sich schon richtig Sorgen um ihn. Willi ist unglaublich artig. Räumt alles auf, tut sofort, worum man ihn bittet, aber vor allem: er ist ganz still. Traurig, findet der Papa. Und ahnt auch schon den Grund. Also erzählt er ihm am Abend vor der Einschulung von all den anderen Kindern, die heute nicht schlafen können und Bauchschmerzen haben, weil sie so aufgeregt sind, was sie am nächsten Tag erwartet.

Als Willi dann endlich zur Schule geht, sind seine Sorgen wie weggeblasen. Denn er findet sofort einen Freund, und außerdem gab es jemanden, der noch viel aufgeregter war als er: seine Lehrerin! Nun ist er wieder der Willi, den Papa kennt….

Ich habe Willi Wiberg durch Empfehlung im Brigitte-Forum kennen gelernt und freue mich immer noch über diese Entdeckung. Meine Kinder lieben Willi. Ich selbst war beim ersten Durchblättern ein wenig enttäuscht über die Zeichungen, doch es ist alles vorhanden, was für die Kinder interessant ist. Vor allem aber ist es der Tonfall, die Geschichten, die erzählt werden, die sie so ansprechen. Willi Wiberg kommt in die Schule ist nur im oben genannten Sammelband enthalten. Das zweite Lieblingsbuch von ihm, “Mach schnell, Willi Wiberg” gibt es auch als Einzelbuch und ist allen jenen zu empfehlen, die Kinder haben, die gerne mal trödeln…

Altersempfehlung: man kann die Bücher ab ca. 3 Jahren vorlesen. Zur Einschulung erscheint der Tipp daher fast schon etwas spät zu sein – aber noch hoffe ich darauf, dass es auch etwas ist, was er dann selbst relativ rasch alleine lesen kann.

2 Gedanken zu “Gunilla Bergström – Willi Wiberg kommt in die Schule

  1. Das finde ich ganz interessant, daß es Dir mit den Zeichnungen ähnlich erging, Daniela. Dieses Buch gibt es ja schon ewig. Ich habe es aber immer bewusst links liegen lassen, weil mir die Illustrationen überhaupt nicht gefallen. Ich finde, man hat auch eine ästhetische Erziehungsverantwortung. ;) Aber alles ist natürlich eine Geschmackssache.

  2. Liebe Atalante, sorry, ich sehe erst heute wieder hier nach!
    Also… ja, die Ästhetik ist nicht meins. Aber dafür die Sprache. Und eben auch der Inhalt, der vermittelt wird. Ich kannte das Buch nicht, als ich selbst Kind war – aber heute lese ich es unheimlich gerne vor. Irgendwie “gucken” meine Kinder aber auch nicht mehr so unbedingt auf die Zeichungen, sie sind ja jetzt doch schon etwas größer.

    LG, Daniela

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