Banana Yoshimoto – Der See (Mizuumi)

YoshimotoSeeAuch wenn ich fast alle Bücher von Banana Yoshimoto gelesen habe: ich bin nicht in der Lage, auch nur den Inhalt eines davon komplett wieder zu geben. Und auch die Story dieses Romans wird vermutlich bald der Vergessenheit anheim fallen. Und doch stimmt mich das nicht traurig, noch spricht es gegen das Buch. Was für mich von Yoshimotos Büchern immer übrig bleibt, ist ein Gefühl. Und in dieser Hinsicht könnte das vorliegende Buch, das in Japan schon 2005 erschienen ist, neben “Tsugumi“ und “N.P.“ zu einem meiner Lieblingsbücher dieser Autorin avancieren. Es geht darin um eine Liebe zwischen zwei jungen Menschen (die Protagonisten bei Yoshimoto sind irgendwie immer unter dreißig). Eine Liebe, die einerseits überschattet ist von einem dunklen Geheimnis, andererseits durch den Kummer, den die junge Frau aufgrund des Todes ihrer Mutter verspürt. Was mir daran so ausgesprochen gut gefallen hat ist die Zartheit, mit der diese Geschichte sich entwickelt. Man spürt förmlich beim Lesen, wie die Nähe und Fürsorge wächst, und ich habe das im Gegensatz zu so manchen Buch, in dem die ganz große Leidenschaft dominierte und die Protagonisten sich selbst im Weg stehen, sehr genossen. Am Ende dieses Romans sind zwei Menschen ein Stück reifer geworden, kennen sich selbst und den andren besser und wissen, in welche Richtung die sich weiter bewegen wollen – vorerst.

2 Gedanken zu “Banana Yoshimoto – Der See (Mizuumi)

  1. Danke Daniela, dieses Buch möchte ich unbedingt auch lesen. Genauso geht es mir auch mit Banana: Ein Gefühl bleibt übrig, ein trauriges, aber kein unangenehmes, ein leises Flattern.

    LG,
    Dana

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>