Buchmessequartett bei Lesenswert & neue E-Books in der Onleihe und bei Skoobe (KW 40 & KW 41)

lesenswertImmer zur Buchmesse und insgesamt viel zu selten gibt es im deutschen Fernsehen eine Art Nachfolger des einst heißgeliebten literarischen Quartetts: Das Buchmessenquartett der vier Kritiker Felicitas von Lovenberg, Thea Dorn, Denis Scheck und Ijoma Mangold. Zwar zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, knapp vor Mitternacht, und auch nur auf SWR – aber es sei anzumerken: es ist mir die liebste Diskussionsrunde, die es aktuell zu sehen gibt. Auch wenn ich oft genug, wie auch dieses Mal, die Meinung der weisen Vier nicht unbedingt teile…

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Deon Meyer – Dreizehn Stunden. Der sechste Fall von Bennie Griessel

meyerdreizehnFür Bennie Griessel mag es der sechste Fall sein – für mich war es der erste und vermutlich auch letzte Fall des Kapstädter Ermittlers.

Und nein, das ist keine Aussage über die allgemeine Qualität der Reihe, sondern ein gänzlich subjektiver Eindruck meiner persönlichen Lesevorlieben.

In schnellen Schnitten werden hier gleich zwei Kriminalfälle innerhalb von dreizehn Stunden gelöst – in beide ist Bennie in seiner Funktion als Mentor junger Polizisten involviert. Weiterlesen

Edith Schreiber-Wicke und Carola Holland – Als die bunten Raben kamen

RabenIn diesem Band sind drei Geschichten von den Raben enthalten – am meisten vorgelesen wird bei uns die erste Geschichte, “Als die Raben noch bunt waren”.

Darin wird die Geschichte erzählt, wie einst die Raben in den buntesten Farben des Regenbogens herumflogen. Blau, grün, gelb, getupft, gestreift – es war eine wahre Farbenpracht.

Doch wie es oft so ist: Plötzlich kam die Frage auf, welche Farbe denn nun eigentlich die “echten”, die wirklichen Raben hätten. Und unter den Raben entsprang ein großer Farbenstreit. Weiterlesen

Joachim Meyerhoff – Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war

meyerhoff2Das Gefühl, inmitten von lauter “Irren” aufgewachsen zu sein, mag zwar so mancher haben. So konkret wie Joachim Meyerhoff kann es aber kaum einer beweisen: er hat seine Kindheit in einer großen psychiatrischen Anstalt verbracht, der sein Vater als Direktor vorstand.

Ihr Haus ist mitten im Anstaltsgelände, und nachts hört er die Schreie der Patienten – für ihn das beste Mittel, um einschlafen zu können. Weiterlesen

Joachim Meyerhoff – Alle Toten fliegen hoch – Amerika

meyerhoff1Ein Jahr in Amerika – das ist für viele Jugendliche ein Traum, den sie sich in der Schulzeit erfüllen. Fast alle träumen dabei davon, in einer der großen Städte zu landen, in New York, in San Franciso. Von Wyoming träumt wahrscheinlich keiner.

Aber beim Vorbereitungsgespräch, das Joachim Meyerhoff in Hamburg führt, merkt er, dass er wohl nur eine Chance auf einen der begehrten Plätze hat, wenn er sich vom Traum von der Großstadt verabschiedet. Welcher Teufel ihn allerdings geritten hat, dann auch noch “streng gläubig” anzugeben, weiß er später nicht mehr, als er schon längst in einer Kleinstadt in Wyoming, USA gelandet ist und dreimal wöchentlich mit seinen neuen Gasteltern zur Kirche geht. Weiterlesen

Philip Roth erhält den Literaturnobelpreis 2013!

nobelpreisDiese Nachricht wird in jedem Jahr mit Spannung erwartet, Wetten werden abgeschlossen (auch in diesem Jahr lag dabei Haruki Murakami weit vorne) – und dann kommt der große Moment.

Lieber Leser dieses Blogs, vor allem, wenn Sie jetzt zufällig und durch die Überschrift hierhergelockt wurden, weil auch Sie diese Nachricht gerne gelesen hätten… ich bitte vielmals um Verziehung. Denn es ist mein Wunschdenken, das sich in dieser einen Zeile manifestiert hat. Ich wollte diese Überschrift so gerne lesen, dass ich sie, mangels Realität, eben selbst schreiben musste… Weiterlesen

Eliot Perlman – Sieben Seiten der Wahrheit (Seven Types of Ambiguity)

ambiguityAus den Archiven der LESELUST – Das besondere Buch. Damit diese Bücher im neuen Blog-Format nicht in Vergessenheit geraten, werden sie hier in den nächsten Wochen neu eingestellt. Vielleicht ist ja doch noch die eine oder andere Entdeckung für euch dabei!

Simon hat sie nie vergessen: Anna, seine große Liebe, die sich schon vor mehr als 10 Jahren von ihm getrennt hatte, mittlerweile verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat. Und eben diesen Sohn entführt Simon eines Tages für ein paar Stunden – das ist de Ausgangspunkt für diesen aus der Perspektive der sieben Protagonisten erzählten, großartigen Romans. Weiterlesen

Roman Graf – Niedergang

niederganggrafWo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Diese Maxime hat André sich aus Kinderzeiten bei den Pfadfindern bewahrt – es hat ihn geprägt. Ihn kann man nicht so leicht aus dem Tritt bringen. Er schafft, was er sich vornimmt.

In diesem Fall hat er sich eine Bergwanderung mit seiner Freundin Louise vorgenommen. Sie kennt, aus Mecklenburg-Vorpommern stammend, ja nur die dortigen Erhöhungen. Lange hatten sie diese Tour im Vorfeld geplant. Tagelang hatte André Berechnungen angestellt, welche Entfernungen in welcher Zeit zu bewältigen wären. Einen Kletterkurs hatten sie belegt, und, um entsprechend Kondition aufzubauen, waren sie in den vergangenen Wochen regelmäßig im Berliner Umland wandern gegangen. Weiterlesen

Deutscher Buchpreis 2013 geht an Terézia Mora

ungeheuerEs ist angesichts der diesjährigen Shortlist sicher literarisch nicht die schlechteste Wahl – dass ich das Buch nicht mochte, ist dabei irrelevant.

Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich mit den Gewinnertiteln nicht wirklich glücklich werde. Und es spielt auch eigentlich keine Rolle ;-) Ich freue mich dennoch darüber, dass nach dem unglücklichen Start (wer kann sich denn noch daran erinnern, dass ganz zu Beginn noch nicht mal unbedingt deutschsprachige Bücher gelistet waren? Damals war es eher eine Art Corinne…) der Preis mittlerweile eine echte Relevanz entwickelt hat. Ich für meinen Teil kann jedenfalls ganz konkret sagen, dass sich der Anteil deutschsprachiger Literatur in meiner Leseliste con etwa 15/20 % auf gut 60 % erhöht hat. Weiterlesen

Clemens Meyer – Im Stein

meyerIch sage es gleich: Dies ist die Geschichte eines Scheiterns. Meines Scheiterns… ich habe “Im Stein” nicht bis zum Ende gelesen, ich habe nach etwa einem Fünftel aufgegeben. Warum? Es hat mich schlicht nicht länger interessiert.

Über den Roman wurde in den letzten Tagen viel geschrieben, er gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Deutschen Buchpreis, der am 7. Oktober 2013 verliehen wird. Weiterlesen