Neuzugänge Onleihe, Schweizer Buchpreis und Literaturpreis Alpha

schweizerbuchpreis2Kaum hatte ich vergangene Woche die Neuzugänge in der Onleihe Hamburg gepostet, wurde auch schon der nächste Schwung Neuzugänge dort online gestellt. Die in meinen Augen interessantesten Titel habe ich für euch rausgesucht:

  • Vargas Llosa, Mario – Alles Boulevard
  • Hemon, Aleksandar – Das Buch meiner Leben
  • Strout, Elizabeth – Das Leben, natürlich
  • Breznik, Melitta – Der Sommer hat lange auf sich warten lassen
  • Begley, Louis – Ehrensachen
  • Begley, Louis – Schmidts Bewährung
  • Welsh, Renate – Großmutters Schuhe
  • Geltinger, Gunter – Moor
  • Sackville, Amy – Ruhepool
  • Boyle, TC – San Miguel

Auch die Berliner haben aufgestockt; allerdings ist es dort etwas schwer, die Neuzugänge zu erkennen, da es einen Datenbankfehler zu geben scheint; jedenfalls sind beinahe alle belletristischen Titel plötzlich erst am 16. oder 17.9.2013 ins Programm genommen worden.

Und damit nicht nur vom Deutschen Buchpreis die Rede ist, seien auch der Schweizer Buchpreis und der österreichische Alpha-Preis kurz erwähnt, die in den vergangenen Tagen ebenfalls ihre Shortlist veröffentlicht haben. Obwohl ich ja Österreicherin bin und der heimischen Literatur durchaus sehr zugetan, merke ich doch: was die Jungen angeht, bin ich einfach nicht auf dem Laufenden. Dieser Preis ist ganz nachdrücklich darauf ausgelegt, jungen (im Sinne von “neu veröffentlichenden”) AutorInnen eine Plattform zu bieten. Von den drei aktuell laufenden deutschsprachigen Literaturpreisen erscheint mir der Alphapreis sicher als derjenige, bei dem es die größten Überraschungen zu finden gilt, AutorInnen, die man hier schon zu Beginn einer Karriere kennen lernen kann, die sie dann einige Jahre später vielleicht zum Deutschen Buchpreis und der größeren Bekanntheit führt.

Gelistet sind hier:

  • Aschenwald, Barbara – Omka
  • Darer, Harald – Wer mit Hunden schläft
  • Feimer, Isabelle – Der afghanische Koch
  • Fritsch, Valerie – Die Welt ist meine Innerei
  • Gaponenko, Marjana – Wer ist Martha?
  • Ider, Hasan Ali – Dschihad für Lila
  • Nedov, Pyotr Magnus – Zuckerleben
  • Rabinowich, Julya – Die Erdfresserin
  • Simon, Cordula – Der Potemkinsche Hund

Aber diese Entdeckungen werde ich vorerst anderen überlassen – nach den Titeln zum Deutschen Buchpreis, von deren Longlist ich noch ein paar Bücher lesen möchte, ist mein Bedarf an deutschsprachiger Literatur vorerst wieder gesättigt und ich muss mich dringend wieder anderweitig umsehen. Einen kleinen Ausflug allerdings könnte ich noch zum Schweizer Buchpreis machen – drei der fünf Shortlisttitel waren schon auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis, und Roman Graf hatte ich ebenfalls auf meiner Liste…

  • Ralph Dutli: „Soutines letzte Fahrt” (Wallstein Verlag)
  • Roman Graf: „Niedergang” (Knaus Verlag)
  • Jonas Lüscher: „Frühling der Barbaren” (C.H. Beck Verlag)
  • Jens Steiner: „Carambole” (Dörlemann Verlag)
  • Henriette Vásárhelyi: „immeer” (Dörlemann Verlag)

Einen ausführlicheren Beitrag zum Schweizer Buchpreis findet ihr bei Atalante.

Und wenn dann noch Booker Prize und Literaturnobelpreis verkündet sind, herrscht zumindest für mich mal wieder für ein paar Monate Ruhe im Literaturpreiszirkus. Dann versuche ich, neben den Büchern für meine Lesegruppen all den Büchern gerecht zu werden, die in der Zwischenzeit erschienen sind oder mich auf sonst eine Weise locken… ach, könnte man Lesezeit doch vervielfachen!

 

2 Gedanken zu “Neuzugänge Onleihe, Schweizer Buchpreis und Literaturpreis Alpha

  1. Bezüglich Alpha, der sicherlich sehr spannend ist und wahrscheinlich den österreichischen Buchpreis, den es ja so nicht gibt, ersetzt, ist zu sagen, daß die Autoren, die dort auftreten, gar nicht so unbekannt sind oder so am Anfang stehen, sie dürfen zwar laut Ausschreibung nicht mehr als drei Bücher haben, aber den ersten Preis hat Thomas Stangl mit “Was bleibt” und ist damals auf der Shortlist des dBPs gestanden, im Vorjahr Milena Michiko Flasar und die stand mit ihrer “Krawatte” auf der Longlist und Marjana Gapaneko, die mit “Wer ist Martha” möglicherweise gewinnen wird, ist ja auch schon sehr bekannt. Dann gibt es wieder andere unbekanntere, sehr begabte Autoren wie Valerie Fritsch oder Isabella Feimer, deren Bücher ich inzwischen gelesen habe, die tatsächlich eher am Beginn der Karriere stehen, aber sowohl Juliya Rabinowitsch, die in Österreich inzwischen sehr bekannt ist, als Cordula Simon haben auch schon beim Bachmannpreis gelesen, bei den nominierten Männern ist das glaube ich ein wenig anders, zumindest kenne ich die noch nicht sehr, wird also eine Überraschung sein, wer das am 11. November lesen und gewinnen darf und spannend finde ich auch, daß der Preis inzwischen seine deutsche Bloggerrunde macht und die Bücher sind sicher sehr zu empfehlen und lesenswert, liebe Grüße aus Wien

  2. Liebe Eva,
    du bist mir, was aktuelle österreichische Literatur angeht, MEILENWEIT voraus ;-)
    Ich gebe zu, dass ich auch den Bachmannpreis jeweils nur am Rande verfolge, ich finde es zwar toll, dass es ihn gibt und verfolge interessiert, was Andere zu den Beiträgen sagen, aber selbst fehlt mir für dieses Format die Geduld.
    Insofern werde ich es erstmal am Rande verfolgen, wer dann gewinnt – und erst, wenn du oder Atalante mich mit einem Titel so ansteckt, dass ich es unbedingt lesen muss, dann werde ich auch zugreifen ;-)
    Liebe Grüße,
    Daniela

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