Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt – Der Mann, der kein Mörder war. Sebastian Bergmans erster Fall

hjorthmoerderHochgelobt und doch…

In diesem ersten Fall des Autorenduos Hjorth & Rosenfeldt darf man als Leser die Bekanntschaft des Polizeipsychologen Sebastian Bergman machen, der sich aus dem aktuellen Dienst schon seit etlichen Jahren zurückgezogen hatte.

Seit dem Tod seiner Frau und seiner Tochter beim Tsunami in Thailand ist in seinem Leben nichts mehr, wie es war. Als nun auch seine Eltern sterben, zu denen er keinerlei Kontakt mehr hatte, entdeckt er in deren alten Unterlagen, dass vor mehr als 20 Jahren eine seiner vielen Eroberungen schwanger war und nach ihm gesucht hatte. Der Gedanke, es könnte noch irgendwo ein Kind von ihm leben, lässt ihn nicht los. Der einzige Weg, wie er an die ihn interessierenden Daten herankommen kann, scheint aber in seiner alten Ermittlereinheit zu bestehen, die gerade in einem aktuellen Mordfall in dieser Stadt ermittelt.

Der Fall wird dank Bergmans unorthodoxen Ermittlungswegen gelöst, und am Ende des Buches weiß er auch, dass er tatsächlich noch eine Tochter hat…

Dieser Titel hielt sich wochenlang in den Bestsellerlisten – mit einiger Verspätung habe ich ihn nun auch gelesen und kann die Begeisterung nicht so ganz nachvollziehen. Für mich als Krimileser ergeben sich viel zu viele Ungereimtheiten; ich bin vielleicht ein Korinthenkacker, aber ich kann es nicht leiden, wenn mir völlig unwahrscheinliche Szenarien im Ermittlungsprozedere vorgesetzt werden und ich das einfach so schlucken soll. Dazu ist Bergman auch noch ausgesprochen unsympathisch, seine Alleingänge unwahrscheinlich, die Rückschlüsse oft genug sehr zurechtgebogen – aber: es ist gut geschrieben.

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