Skoobe und Onleihe – Moderne Bibliotheken für E-Bücher

EbookAuch wenn ich es mir vor einigen Jahren noch nie und nimmer hätte vorstellen können – mittlerweile lese ich mindestens die Hälfte, wenn nicht mehr, digital. Auf wechselnden Lesegeräten. Ja, wir haben einen Kindle. Und ein Tablet, das ich hauptsächlich zur Lektüre verwende, weil ich damit die Möglichkeit habe, nicht nur auf eine Quelle für Ebooks zurückzugreifen.

Denn seit einiger Zeit investieren die öffentlichen Bibliotheken auch darin, das Angebot an Ebooks auszuweiten. Zwar hinkt meine Stadt (Berlin) mit dem belletristischen Angebot noch hinterher, doch in den letzten Wochen hat sich das Angebot deutlich verbessert. Von den Büchern, die zum Beispiel gerade für den deutschen Buchpreis nominiert sind, sind sicher 3 oder 4 schon dort digital verfügbar. Die Stadt Hamburg bietet übrigens für rund € 20,- im Jahr auch Auswärtigen an, das digitale Angebot zu nutzen. Und das Angebot dort ist, soweit ich das recherchiert habe, das zweitgrößte im deutschsprachigen Raum verfügbare. Um die Onleihe der eigenen Stadt zu nutzen, benötigt man den normalen Benutzerausweis + Passwort. Für alle, die das Angebot der Bücherhallen Hamburg nutzen wollen: Dort sind Stand 12.9.13 im Bereich Belletristik 5232 Titel vorrätig. (Zum Vergleich: Onleihe Berlin 868 belletristische Titel…)
Neuzugänge Hamburg: -> Klick
Neuzugänge Berlin: -> Klick
Die Anmeldung kann rasch vor sich gehen: eine Email an die Bücherhallen, die im besten Fall schon die relevanten Anmeldungsdaten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Korrespondenz-Emailadresse), daraufhin erhält man die Kontoverbindungsdaten und nach Überweisung der € 19,- innerhalb weniger Tage die Benutzernummer und das Kennwort.

Der Nachteil bei den Öffentlichen: man muss trotzdem warten, bis so ein Buch verfügbar ist. Wenn es gerade ausgeliehen ist – kann man sich nur vormerken lassen. Wie in der normalen Bibliothek halt auch. Eine Alternative dazu ist Skoobe. Hier zahlt man einen deutlich höheren Beitrag, nämlich mindestens € 10,- / Monat, hat allerdings knapp 18000 Titel sofort zur Verfügung, und ist auch nicht an Leihfristen gebunden.

Wie Skoobe funktioniert? Man lädt die entsprechende App auf sein Mobiltelefon oder sein Tablet (als einziger E-Reader unterstützt der Kindle Fire die Option, diese App zu laden, auf allen anderen E-Readern, auch den anderen Kindle, ist dies leider nicht möglich), und kann dann auch ohne Anmeldung erstmal das Angebot durchsuchen. Auf der eigentlichen Webseite (https://www.skoobe.de/) ist das nämlich leider nicht möglich. Diese Homepage benötigt man nur, um sich anzumelden. Als Skoobe-Nutzer kann ich Einladungen zu einer 1monatigen Testphase versenden, bei Interesse bitte einfach bei mir melden. Alle Bücher, die bei Skoobe gelistet sind, kann man auf unbegrenzte Dauer (=solange man Kunde ist) ausleihen; man muss nur beachten, welche Art von Vertrag man gewählt hat, ob man zwischendurch online sein muss, oder zumindest 30 Tage offline sein kann. Je nach Vertrag kann man zwischen 3 und 15 Titel gleichzeitig ausleihen. Das bedeutet keine Begrenzung auf die Anzahl der Bücher, die man pro Monat ausleihen kann!

Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Bei Skoobe beispielsweise sind etliche Verlage noch gar nicht vertreten – Suhrkamp beispielsweise. Diogenes findet man weder hier noch dort. Und beiden ist gemein, dass das Angebot an, ich sag es jetzt mal flapsig, “Durchlaufliteratur” sehr hoch ist. Also Fantasy, Shades-of-Grey-Nachahmer, Krimis, etc. Aber man findet auch wunderbare zeitgenössische Literatur. Und damit man diese leichter findet, war mein Gedanke, jetzt regelmäßig zu posten, was aus diesem Bereich in beiden Bereichen neu verfügbar ist. Ich hoffe, das ist auch für den einen oder anderen von euch interessant -  wenn nicht: ich mach es trotzdem. Für mich selbst ;-)…

2 Gedanken zu “Skoobe und Onleihe – Moderne Bibliotheken für E-Bücher

  1. Liebe Daniela,
    meinst du ggf. 20 € jährlich als Gebühr der Bücherhallen Hamburg ansonsten wäre skoobe nämlich günstiger. Das kann ich mir nicht vorstellen. Aber deinen Beitrag und deine Idee finde ich toll….

  2. Danke Bettina für diesen Hinweis! Ja, ich meinte natürlich 20 € jährlich für die Bücherhallen Hamburg, ich habe es eben im Beitrag oben auch aktualisiert. Und meines Erachtens lohnen sich diese € 20,- schon sehr…
    Ich mag aber auch Skoobe sehr gerne. Für mich rechnen sich die € 10,- monatlich auf jeden Fall, weil ja schon ein Hardcover monatlich mehr kosten würde, und dort auch viele Neuerscheinungen recht zeitnah vertreten sind.
    Freut mich, dass Interesse dafür da ist! Du hast ja auch einen Kindle Fire und kannst damit alle Systeme nutzen, oder?

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