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vorgestellt
in der LESELUST
/ Autorenportraits |
John Irving - warum mag ich
seine Bücher eigentlich? |
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Das
erste Buch von John Irving, das ich gelesen habe, war Garp und wie
er die Welt sah. Begeistert habe ich mich in diesem Kosmos aus
unmöglichen, unwirklichen, und doch so realen Geschichten verloren;
habe abends beim Weggehen immer wieder Freunden voller Enthusiasmus
die besten Szenen erzählt, das Buch verschenkt und verliehen. Um dann
Kommentare zu ernten wie: SO ein Buch kann dir auch nur Daniela
geben. Eine Mittelgewichtsehe und Die wilde Geschichte vom Wassertrinker folgten. Beides Bücher, die mir zwar auch ausgesprochen gut gefallen hatten, aber nicht an Garp herankamen; allerdings konnte ich, als ich die Bücher nun ein zweites Mal gelesen habe, feststellen: sie gewinnen dabei, da steckt eine Menge drin! Aber dann folgte, was für mich immer noch das Beste von Irving ist; Hotel New Hampshire und unmittelbar danach Gottes Werk und Teufels Beitrag. Beides Bücher, die ich nur von ganzem Herzen weiterempfehlen kann; wer allerdings noch nie ein Buch von Irving gelesen hat, sollte vielleicht mit Gottes Werk.. beginnen, um nicht gleich völlig von der Absurdität erschlagen zu werden. Das Zirkuskind war - vor allem beim Wiederlesen - eigentlich eine Enttäuschung. Wenn man ein My Movie Business gelesen hat, versteht man vielleicht auch den Hintergrund: Irving wusste lange nicht, wie er die Figur des Dr. Daruwalla interessant machen sollte. Und diese Unschlüssigkeit zieht sich über die ersten 150 Seiten hin; erst danach kommt langsam, SEHR langsam der nötige Schwung ins Geschehen. Owen Meany halten viele für sein wichtigstes Buch; ich hatte so meine Probleme damit. So herrlich die eigentliche Geschichte auch ist, die dort vorherrschende Religiosität ist nicht mein Fall. Aber dafür habe ich mit großem Vergnügen den zuletzt von ihm erschienen Roman, Witwe für ein Jahr gelesen; umso größer ist die Vorfreude auf Die vierte Hand, das auf Englisch ja bereits erschienen ist - und im Frühjahr 2002 auch in Deutschland erhältlich sein wird. |
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| Originaltitel | Ersch. | Deutscher TItel | Übers. | Übersetzer |
| Setting free the Bears | 1968 | Lasst die Bären los | 1985 | Michael Walter |
| The Water Method Man | 1972 | Die wilde Geschichte vom Wassertrinker | 1989 | Edith Nerke und Jürgen Bauer |
| The Half-Pound-Marriage | 1974 | Eine Mittelgewichts-Ehe | 1986 | Nikolaus Stingl |
| The World According to Garp | 1978 | Garp und wie er die Welt sah | 1979 | Jürgen Abel |
| Hotel New Hampshire | 1981 | Das Hotel New Hampshire | 1982 | Hans Herrmann |
| The Cider House Rules | 1985 | Gottes Werk und Teufels Beitrag | 1988 | Thomas Lindquist |
| Owen Meany | 1989 | Owen Meany | 1990 | Edith Nerke und Jürgen Bauer |
| Piggy Sneed | 1993 | Rettungsversuch für Piggy Sneed | 1993 | Dirk van Gunsteren |
| A Son of the Circus | 1994 | Zirkuskind | 1995 | Irene Rumler |
| The Imaginary Girlfriend | 1996 | Die imaginäre Freundin | 1996 | Irene Rumler |
| Widow for one Year | 1998 | Witwe für ein Jahr | 1999 | Irene Rumler |
| My Movie Business | 1999 | My Movie Business | 2000 | Irene Rumler |
| The Fourth Hand | Juli 2001 | Die vierte Hand | Feb. 2002 | Nikolaus Stingl |
© Daniela Ecker
30.06.2001
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