Bernhard Schlink – Die Frau auf der Treppe

SchlinkTreppeUm Bernhard Schlimm ist es nach seinem großen Erfolg mit dem “Vorleser“ und den “Selb-Krimis“ in gewisser Weise soll geworden. Er konnte mit keinem seiner Bücher, die darauf folgen, an den großen Erfolg anschließen – und ich wage die Prophezeiung, dass es ihm mit diesem Buch erst recht nicht gelingt.

Als treue Leserin habe ich auch alle anderen Werke gelesen – mit unterschiedlicher Begeisterung. Ich mochte die Heimkehr, weniger seiner Erzählungen, auch der RAF-Roman das Wochenende war interessant.

Doch dieser neue Roman hat mich ziemlich enttäuscht.

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Krimi statt Longlist… Die Wahrheit und andere Lügen von Sascha Arrango

luegenEigentlich hatte ich vor, meine lange Lesepause (ist sie euch schon aufgefallen?) mit einem Buch der Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 zu beenden.

Da sitze ich also, habe Skoobe offen, schaue nach, welche Titel der Longlist dort zu finden sind – drei Stück, immerhin, auch über die Onleihe ist einiges erhähltlich. Aber… ach, die erste Seite, sie zieht mich einfach (noch) nicht mit. Ein kurzer Ausflug zu Facebook bringt mich zu einer begeisterten Krimirezension – Krimi des Jahres! Wunderbares Buch! Bin sonst so schwer zu begeistern, aber das hier – das müsst ihr lesen. Vertraut mir. Weiterlesen

Späte Gedanken zu Americanah…

blogsIch hatte dieses Buch ja für meine Leserunde gelesen… hier ein paar Eindrücke davon:

Aber vielleicht erst in Kürze – wie kam das Buch an? Wir hatten es alle gelesen, es las sich ja so weg – las sich gut weg, muss man auch dazu sagen. Aber wir waren uns denke ich auch recht einig, dass es sich bei dem Roman nicht unbedingt um “große Literatur” handelt. Was daran fesselt, ist einerseits der für uns Europäer der exotische Schauplatz Nigeria, aber auch die Frage nach der Identität, die sich (auch) an der Hautfarbe festmacht.

Vor allem die Beziehungsgeschichten in diesem Roman haben uns nicht begeistert. Schon zu Beginn ist ja klar, dass es Blaine gibt, und Obinze – als sie dann zwischendurch mit Carl zusammen kam, gab es durchaus Stöhnen, dass man jetzt noch eine Beziehungsgeschichte ertragen müsse…

Uns waren die Figuren an sich zu schematisch, aber in den Einzelszenen, den Beschreibungen, waren viele Momente zu finden, die glaube ich jeden für uns an der einen oder anderen Stelle fasziniert, berührt, auf jeden Fall aber interessiert haben.

Da wir ja gerade erst auch einen anderen Autor gelesen haben, der aus Nigeria stammt und in New York lebt, Teju Cole, lag es nahe, die Romane zu vergleichen. Auch in diesem Buch ist die Frage nach der Identität vorhanden, der Wahrnehmung durch Äußere, die Verbrüderung aufgrund der Hautfarbe. Aber dennoch könnten die Bücher unterschiedlicher nicht sein – das eine ein intellektuelles Flanieren, auf der anderen Seite der große Gefühlsroman vor exotischer Kulisse.

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Neue Kinderbücher vs. Klassiker…

lesenlebenlachenIch habe ja gerade einen Kinderbuchklassiker als passendes Buch für Schulanfänger empfohlen. Aber mir spukt seit einiger Zeit ein Beitrag im Kopf herum, den ich auf dem (sehr lesenswerten) Blog von lesen leben lachen gelesen habe. Kinderbuchautoren aus Deutschland sprechen dort darüber, dass ihre Bücher zwar hochgelobt werden, aber nicht dort wahrgenommen werden, wo sie eigentlich hingehören: zu den LeserInnen, bzw. zu den Eltern.

Ich kaufe selbst Kinderbücher. Also fühlte ich mich von dem Thema sofort angesprochen. Denn welche Bücher kaufe ich denn? Immer wieder… Klassiker. Lindgren. Die Willi Wiberg-Bücher. Daneben natürlich auch viele Sachbücher aus der Wieso-Weshalb-Warum-Reihe. Wimmelbücher.

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Gunilla Bergström – Willi Wiberg kommt in die Schule

williFür meinen Sohn wird es in diesem Herbst ernst. Er kommt in die Schule – und damit verbunden sind die gemischten Gefühle: Vorfreude, aber auch Angst, vor den vielen neuen Kindern, der Lehrerin. Werde ich Freunde finden? Wie ist es dort überhaupt?

Wir sind eine buchaffine Familie (wer hätte das gedacht, bei diesem Blog…). Natürlich gibt es zum Thema “Schulanfang” bei uns jede Menge Bücher, die zum Teil schon lange hier vorhanden sind. Wenn man sich diverse Sammlungen anguckt, dann ist gerne die Geschichte von Pippi Langstrumpf in der Schule mit dabei… oder “meine Freundin” Conni und ihr erster Schultag. Das ist auch (meistens) ganz nett, was man da zu lesen bekommt. Allerdings habe ich festgestellt, dass meine Söhne Pippi Langstrumpf bei weitem nicht so gerne hören wie die anderen Geschichten von Astrid Lindgren (Bullerbü vor allem) – und Conni und Max sind zwar immer mal wieder nett, aber wenn sie dann aus ihrem Regal auswählen, was ich vorlesen soll, steht er hier immer wieder ganz vorne mit dabei:

Willi Wiberg.

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Fußball, Sommer, Sonne, und ein paar Bücher

floHallo zusammen,

da ich in einem Haushalt mit drei (zT kleinen) Männern lebe, gibt es bei uns im Moment vorwiegend ein Thema: Eis. Wer schon eins hatte, wer noch eins kriegt… ne, Quatsch. Natürlich geht es nur um das runde Leder.

Aber nachdem ich nun nach meinem kleinen Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause bin, hat mein Lesekonsum doch deutlich nachgelassen. Aber noch schlimmer hat es die Schreiblust getroffen – die war plötzlich wieder weg, nachdem ich vom Krankenbett aus so konsequent über meine Lektüre berichtet hatte.

Im Eilverfahren werde ich jetzt aber mal kurz umreißen, welche Bücher ich überhaupt seitdem (an)gelesen habe: Weiterlesen

Chimamanda Ngozi Adichie – Americanah. Vom Reiz des Fremden

americanahVon diesem Buch hat man in der letzten Zeit sehr viel gehört, es wird einem von vielen Seiten empfohlen oder gar ganz nachdrücklich ans Herz gelegt. Eines kann ich an dieser Stelle gleich verraten: meine Empfehlung fällt nicht ganz so eindeutig aus.

Worum geht es? In aller Kürze: Ifemelu und Obinze kennen sich während ihrer Sekundarschulzeit in Lagos kennen und beliebten sich ineinander. Während Obinze mit aller Kraft den Traum nachhängt, eines Tages in die USA zu gehen, ist Ifemelu indifferenter. Doch die Chance, dann tatsächlich zu gehen, bitte sich ihr und nicht ihm.

Amerika erweist sich aber gerade zu Beginn hat nicht als das so gelobte Land, auf das sie so aufgeblickt hatten. Sie hat keinen Job, keine Arbeitserlaubnis, macht einige sehr unangenehme Erfahrungen. Aber vor allem, und das wird ihr erst so richtig klar, als ihre Umstände sich verbessern, wird sie hier erstmals so richtig damit konfrontiert, das sie schwarz ist.

Die Beziehung zu einem reichen weißen Mann ebnet ihr viele Wege, doch als die Liebesgeschichte ein Ende findet, beginnt die einen Blog über die Diskriminierung von Schwarzen in den USA zu schreiben und ist damit rasch sehr erfolgreich.

In der Zwischenzeit versucht Obinze in England sein Glück, da er kein Visa für die USA erhält, doch noch bevor er eine Scheinehe eingehen kann, um die nötigen Papiere zu erhalten, wird er abgeschoben. Zurück in Lagos trifft er auf einen einflussreichen Mann, mit dessen Hilfe er den Aufstieg schafft und sehr reich wird.

Ifemelu beschließt, nach Nigeria zurück zu kommen. Und der lange unterbrochene Kontakt zwischen den Beiden flammt wieder auf… Weiterlesen

Banana Yoshimoto – Der See (Mizuumi)

YoshimotoSeeAuch wenn ich fast alle Bücher von Banana Yoshimoto gelesen habe: ich bin nicht in der Lage, auch nur den Inhalt eines davon komplett wieder zu geben. Und auch die Story dieses Romans wird vermutlich bald der Vergessenheit anheim fallen. Und doch stimmt mich das nicht traurig, noch spricht es gegen das Buch. Was für mich von Yoshimotos Büchern immer übrig bleibt, ist ein Gefühl. Und in dieser Hinsicht könnte das vorliegende Buch, das in Japan schon 2005 erschienen ist, neben “Tsugumi“ und “N.P.“ zu einem meiner Lieblingsbücher dieser Autorin avancieren. Weiterlesen

Teju Cole – Open City

leserunde_coleMittlerweile ist es schon wieder ein paar Tage her, seit unsere Leserunde sich getroffen hat, um über Teju Cole – Open City zu sprechen.

Es gab ein paar Absagen, die vermutlich auch darin begründet lagen, dass das Buch nicht oder nur unvollständig gelesen wurde – von den Anwesenden gab es nur einen, der nach 150 Seiten der Langeweile entnervt aufgegeben hatte.

Insgesamt kam das Buch aber ganz gut weg. Wir haben uns lange über die Distanz unterhalten, die der Autor / Ich-Erzähler in diesem Buch sowohl in uns Lesern erzeugt hat (keiner ist ihm nahe gekommen), als auch darüber, wie distanziert er allem, was ihn betrifft, auch selbst gegenübersteht.

Als Roman empfand ihn eigentlich niemand als so richtig gelungen. Dazu fehlte ein innerer Faden, eine Entwicklung, ein wenig Anteilnahme. Aber im Laufe des Gesprächs kamen wir darauf zu sprechen, dass Cole seinen Roman wie eine Fuge angelegt hat – das Thema der Vögel, die an der Freiheitsstatue sterben, nimmt er am Ende wieder auf, dazwischen werden viele einzelne Motive in den Text einfach hineingewoben. Weiterlesen

Goodreads

goodreadsNach langem Zögern und Zaudern habe ich mich jetzt auch dazu entschlossen, mir einen Goodreads-Account zuzulegen. Für mich ist es in mancher Hinsicht einfach praktisch, mein “Gelesenes” da zu verwalten, weil es meinem Statistik-Wahn entgegenkommt.

Ich glaube schon, dass man mit Goodreads noch eine Menge mehr Spaß haben könnte. Aber dazu braucht man Freunde, die ich auf dieser Plattform bislang noch kaum habe.

Daher: liebe LeserInnen und Leser dieses Blogs, falls ihr zufällig auch bei Goodreads seid, dann fügt mich doch als Freund hinzu. Ich würde mich freuen!

https://www.goodreads.com/user/show/31734079-leselust-leselust

Danke,
Daniela

PS: Ich plane übrigens nicht, alle meine gelesenen Bücher dort nachzutragen ;-)