Neue EBooks in der Onleihe und bei Skoobe KW 6/2014

musilIch habe nun schon eine Weile nicht mehr davon berichtet, welche Ebooks in der Onleihe (Bücherhallen Hamburg) und bei Skoobe neu verfügbar sind. Ein wenig will ich versuchen, das Versäumte aufzuholen. Aber erst mal eine nette Anekdote dazu: während bei Skoobe jedes vorhandene Ebook sofort verfügbar ist und man in Hamburg maximal 5 Vormerkungen / Buch akzeptiert, ist diese Anzahl in Berlin unbegrenzt. Was dazu führt, dass ein Ebook schon mal bis zu eineinhalb Jahre im Voraus reserviert werden müssen, wie hier im Bild Musil´s “Mann ohne Eigenschaften”. Da sage nochmal einer, die Berliner wären nicht bildungshungrig!

Aber nun der Versuch eines kleinen Überblicks über die Neuzugänge in Hamburg: Weiterlesen

Manchmal ist die Sache mit dem Glück so einfach…

glueckWir alle kennen die Tage, an denen irgendwie alles schief zu laufen scheint. Umso wichtiger, dann auch mal an den Tagen inne zu halten, an denen es eben nicht so ist – und drum, verzeiht mir, heute muss es einfach mal raus: es gibt auch diese wunderbaren Tage.

An denen man morgens von den weltbesten Kindern mit Küssen und Umarmungen geweckt wird, von denen einem die Luft wegbleibt. Wo morgens noch Zeit ist, ein kleines Buch vorzulesen. Wo beim Frühstück schon Erfindungen gemacht werden, die die Welt irgendwann ganz sicher bereichern werden… wenn die kleinen Erfinder sich als Erwachsene noch an ihre Träume erinnern können.

Tage, an denen die Sonne durch die Wolken blinzelt. Man Vogelstimmen vernimmt, die dem nahen Naturschutzgebiet zu verdanken sind. Tage, an denen liebe Nachrichten von Freunden kommen.

Und Tage, an denen man merkt, dass dieses Buch, das man zuletzt gelesen hat, noch in einem arbeitet. Dass man weiß: Darüber will ich reden, das hat etwas in mir angestoßen. Und die Leselust zurückkehren fühlt. An solchen Tagen ist die Sache mit dem Glück wirklich ganz einfach.

 

Ich bin ein Serienjunkie

serienjunkieFür Menschen wie mich, die Bücher für einen selbstverständlichen Teil ihres Lebens erachten, ist es immer ein wenig befremdlich, wenn plötzlich die Lust auf neue Leseerlebnisse einfach so – erlischt. So ging bzw. geht es mir nun seit Mitte November 2013; ich lese kaum noch (nun gut, wenn ich mir die Liste mit den gelesenen Büchern 2014 ansehe und merke, dass da doch schon 15 Titel aufgelistet sind, ist “kaum noch” vielleicht doch eine sehr subjektive Wahrnehmung….) – und das, was ich lese, sind überwiegend Krimis.

Und zwar nicht irgendwelche Krimis – sondern Teile von Krimireihen. Bücher also, deren Hauptpersonen ich bereits seit einigen Titeln kenne, die mir vertraut sind… auch wenn ich mit so mancher Reihe eigentlich gar nicht sonderlich zufrieden war (siehe die hochgelobten Hjorth/Rosenfeldt-Krimis, die mich nicht sonderlich begeisterten). Aber trotzdem greife ich gerade eher zu so einem Titel als zu einem der vielen Bücher, die sich noch auf meinem SUB befinden und eigentlich eine Menge Lesevergnügen versprechen. Und ich frage mich, warum das so ist…

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Gelesene Bücher 2014

BrokenSpreeMeine Leseunlust hält auch in diesem Jahr noch an. Aber so nach und nach wird doch das eine oder andere Buch wieder aufgeschlagen…. und bis die Spree erneut zufriert (das Bild hier stammt von den eiskalten Januartagen 2014) wird bestimmt das eine oder andere Buchschmankerl nicht nur hier aufgelistet, sondern auch in der LESELUST vorgestellt sein.

Falls es jemanden interessiert: das hier sind die Bücher, die ich 2013 gelesen habe

Aber nun lasst uns mal sehen, was ich in diesem Jahr gelesen (und was zumindest begonnen, aber nicht zu Ende gelesen) habe:

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J. M. Coetzee – Schande (Disgrace)

schandeDavid Lurie, Universitätsprofessor, wenige Jahre vor der Pensionierung, hat für sich in seinem beschaulichen Leben alles arrangiert: donnerstags trifft er eine Edel-Prostituierte, ansonsten beschäftigt er sich schon seit einigen Jahren mit einer Arbeit über Byron.

Dann beginnen Kleinigkeiten sein Leben ins Wanken zu bringen: erst trifft er seine Prostituierte beim Spaziergang in der Stadt – und sie lehnt es daraufhin ab, ihn weiterhin als Kunden zu empfangen. Und kurz danach läuft ihm eine seiner Studentinnen über den Weg – ausgerechnet diejenige, in die er sich dieses Semester verliebt hatte. Das er sich in seine Studentinnen verliebte, war nichts ungewöhnliches für ihn; doch mit ihnen auch ein Verhältnis anzufangen, so wie mit dieser, gehörte nicht zu seinen Gepflogenheiten. Weiterlesen

Khaled Hosseini – Drachenläufer (The Kite Runner)

drachenlaeuferWenn es einen Menschen gab, von dem Amir sich bedingungslos geliebt wusste, dann von Hassan, seinem Freund und Milchbruder, der wie er mutterlos aufwuchs. Unzählige Stunden verbrachten sie gemeinsam, durch die Gärten ziehend, Abenteuer erlebend oder zumindest beschwörend, vereint in den Geschichten, die sie liebten. Wenn Amir von den sadistischen Jungen der Straße gehänselt und gequält wurde, stand Hassan für den Furchtsameren ein – für dich, tausendmal, sagte er dann auch an dem Nachmittag, als Amir hoffte, die Liebe und Aufmerksamkeit seines Vaters durch einen Sieg beim Drachenwettkampf zu erzielen.

Den Sieg hatte er dann tatsächlich davongetragen, die erhoffte Anerkennung des Vaters ließ nicht auf sich warten, und doch konnte Amir sich nicht wirklich daran freuen. Denn an diesem Nachmittag hatte er seine Freundschaft zu Hassan verraten, hatte gesehen, was diesem angetan wurde – und war weggelaufen, ohne ihm zu helfen. Weiterlesen

Lesepause… Sendepause

Lesepause Auch wenn hier gerade einmal wöchentlich ein neuer Beitrag zu einem alten, dafür aber besonderem Roman erscheint, ist es wohl trotzdem recht klar zu erkennen: hier ist es gerade recht still. Warum? Das möchte ich euch kurz erklären… Der wichtigste Grund ist wahrscheinlich: ich lese gerade NICHTS. Das ist ein Zustand, der für mich äußerst untypisch ist – aber es stimmt leider tatsächlich: ich habe seit Mitte November erst ein Buch gelesen, und auch das war nur ein Krimi, der sich schnell weg las. Solche Phasen gibt es hin und wieder in meinem Leben. Sie gehen meist einher mit einer ausgeprägten Kommunikationsunlust… (für die ich mich bei dieser Gelegenheit auch gleich noch entschuldigen möchte)… und irgendwann ist es dann einfach wieder vorbei. Daher melde ich mich hier bis zum Jahresanfang erstmal ab. Mittwochs gibt es noch bis dahin ein besonderes Buch aus dem Archiv, und ab 7. Januar bin ich dann wieder bereit – und habe hoffentlich auch endlich wieder Bücher gelesen, über die ich auch berichten möchte. Bis dahin wünsche ich allen Besuchern hier noch eine friedliche Adventszeit, schöne Weihnachten und auf Wiederlesen im nächsten Jahr!

Siri Hustvedt – Was ich liebte (What I Loved)

wasichliebteZu Beginn verbindet den Erzähler dieser Geschichte vor allem die Nachbarschaft mit Bill; bald wird daraus eine intensive Freundschaft, die auch die beiden Frauen, Erica und Violet, mit einschließt, und sich auch auf die Kinder ausdehnt. Bills Sohn Marc lebt meist bei der Mutter; Violet und er versuchen schon länger erfolglos, noch ein zweites bzw. erstes Kind zu bekommen. Weiterlesen

Christina Stead – Der Mann, der seine Kinder liebte (The Man Who Loved Children)

stead“Schlachthaus Familie” verkündet der Klappentext; von einem Buch wie von einem “Schwarzen Diamanten” ist hier die Rede, das eine Art schmerzhafter Besessenheit ausstrahle, der man als Leser nicht immer freudig, sondern öfter auf verzweifelt verfalle – aber eben doch verfalle. Und ausnahmsweise kann ich mich dieser Schilderung aus ganzem Herzen anschließen: was für ein schreckliches und dabei doch nachhaltig beeindruckendes Buch! Weiterlesen

Tobias Wolff – Alte Schule (Old School)

wolffalteschuleDas Internat gilt als eines der Besten an der Ostküste. Als besondere Auszeichnung wird dreimal jährlich ein Schriftsteller eingeladen, an der Schule zu lesen – und dem Verfasser der besten literarischen Arbeit eine Privataudienz zu gewähren.
Der sich daraus entspinnende Wettstreit wird zwar hart, aber immer im Rahmen der Schultugenden ausgetragen – bis bekannt wird, das Hemingway kommen soll. Dieser Autor, Held und Vorbild der Jungen, schafft durch seine bloße Ankündigung, dass die moralischen Grundwerte der Schule zutiefst erschüttert werden.

Das Setting: ein Internat, eine Privatschule, entsprechend auch hauptsächlich besucht von Söhnen wohlhabender Eltern, die sich aber immer stärker auch für Stipendiaten öffnet. Auch wenn die Herkunft an sich keine Rolle spielt, wird sie doch durch kleine Merkmale spürbar, durch die Sicherheit, die einige Jungen gerade auch aufgrund ihrer Klassenzugehörigkeit mitbringen. Weiterlesen